TESO fährt täglich durch das Wattengebiet. Das Wattenmeer gehört zum Weltnaturerbe. Es ist ein wunderschönes, jedoch auch empfindliches Naturschutzgebiet, das wir mit großer Sorgfalt behandeln möchten. Wir möchten zum Erhalt der natürlichen Reichhaltigkeit dieses attraktiven Gebietes beitragen.
TESO trifft bewusste Entscheidungen, um seine Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern. So verwenden wir beispielsweise umwelt- und klimafreundlichere Kraftstoffe. Außerdem nutzen wir grünen Landstrom von TexelEnergie. Die Texelstroom fährt mit Dieselkraftstoff in Kombination mit Batterien und erzeugt mit 462 Solarmodulen auf dem Oberdeck sogar während der Fahrt ihre eigene Energie.
Zukunft
TESO blickt nicht nur auf die nachhaltigen Lösungen von heute, sondern auch in die Zukunft. Jüngste Untersuchungen zeigen, dass unsere Schiffe technisch gesehen innerhalb eines Jahres vollständig auf Elektroantrieb umgerüstet werden können. Für einen möglichen Umstieg ist eine zuverlässige Stromversorgung unerlässlich. Deshalb hat TESO im Jahr 2023 einen Vertrag mit Liander über den erforderlichen Netzanschluss unterzeichnet. Im Jahr 2027 wird sich zeigen, ob dieser Anschluss realisiert werden kann.
In der Zwischenzeit fahren wir so effizient wie möglich weiter und prüfen gemeinsam mit Partnern wie der Gemeinde Texel, ob wir auf der Insel in großem Maßstab grüne Energie erzeugen können. So unternehmen wir gezielte Schritte in der Energiewende und bereiten uns auf eine nachhaltigere Zukunft vor.
Weniger Kraftstoff und weniger Emission
Mit allerlei Anpassungen haben wir bei der Reduzierung vom Kraftstoffverbrauch viel erreicht. Eine Übersicht über die wichtigsten Ergebnisse.
30 Prozent CO2-neutraler
Seit 2008 ist es TESO gelungen, 30 Prozent CO2-neutraler zu fahren, dank des Einsatzes von Biodiesel und des Kraftstoffadditivs Soltron.
Umweltfreundliches Anlegesystem
Seit 2013 setzt TESO ein umweltfreundliches Anlegesystem ein, das auch als Automooringsystem bezeichnet wird. Bei diesem Anlegesystem halten Roboter das Fährschiff im Hafen mit Saugnäpfen fest, sodass die Motoren während der Ent- und Beladung der Fähre abgeschaltet werden können. Dank dieses Systems wird die Qualität der Luft im Wattengebiet verbessert und spart TESO monatlich 15.000 Liter Kraftstoff.
Einsparung durch Nanotechnologie
Um noch mehr Kraftstoff zu sparen, fügen wir dem Dieselöl eine kleine Menge des Additivs XMILE hinzu. XMILE ist ein Produkt, das mit Hilfe der Nanotechnologie Enzyme aus Baumblättern gewinnt. Es ist ein ursprünglich natürliches Additiv mit biochemischer Wirkung. XMILE sorgt für eine bessere Verbrennung des Kraftstoffs in den Zylindern der Dieselmotoren. Damit sparen wir jährlich etwa 140.000 Liter Dieselöl. Neben dieser Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs reduzieren wir hiermit auch die Emission von CO2 um 6 Prozent, die Emission von NOx und CO (Kohlenmonoxyd) um jeweils 9 und 32 Prozent und die Emission von Rußteilchen sogar um 40 Prozent. Weniger NOx, CO und Ruß ist wichtig für unsere heutige Zeit; weniger CO2 ist besonders wichtig für zukünftige Generationen. TESO strebt mit dem Einsatz von XMILE den Erhalt einer nachhaltigen Umwelt für heute und für die Zukunft an.
Schiffe und Meeresforschung
Mit unseren Schiffen tragen wir auch zur Meeresforschung bei. Dies tun wir in Kooperation mit dem Koninklijk Nederlands Instituut voor Onderzoek der Zee (NIOZ), dem Niederländischen Institut für Meeresforschung. Die TESO-Schiffe fahren mehrmals täglich über das Wattengebiet Marsdiep, der Meeresenge zwischen Texel und Den Helder. Dies bietet eine ideale Gelegenheit, viele Daten über das Wattenmeer und das Marsdiep zu sammeln, ohne dass NIOZ selbst jeden Tag mit einem Boot fahren muss. Auf und unter den TESO-Schiffen befinden sich Geräte, mit denen NIOZ Daten sammelt.
Akustischer Doppler-Profil-Strömungsmesser
Der Doppler-Profil-Strömungsmesser misst mit akustischen Signalen die Richtung und die Geschwindigkeit der Wasserbewegung in verschiedenen Tiefen. Damit kann gleichzeitig geschätzt werden, wie viel Schlamm im Wasser schwebt. Außerdem kann das Relief des Bodens unter dem Fährschiff kartiert werden. Mit diesen Daten können Forscher von NIOZ ziemlich genau feststellen, wie viel Wasser und Schlamm zwischen der Nordsee und dem Wattenmeer ausgetauscht wird. Eines der Forschungsergebnisse war die Entdeckung, dass durch die Meeresenge Marsdiep zwei bis drei Meter hohe Sanddünen laufen.
Sensoren zur Messung der Temperatur und des Salzgehaltes
Mit den Sensoren unter den Fährschiffen können die Temperatur und der Salzgehalt im Meer gemessen werden. Es hat sich herausgestellt, dass Temperatur und Salzgehalt des Wassers extrem schwanken können, sogar von einer Überfahrt zur nächsten.
Photometer zur Messung des Planktongehaltes
Fünf Photometer (sogenannte hyperspektrale Radiometer) messen die Farbe des Meerwassers, des Himmels und des eingestrahlten Sonnenlichtes. Durch Messung der Farbe des Meereswassers kann die Menge schwebender Teilchen und auch die Planktonmenge ermittelt werden: Plankton färbt das Wasser grün, abgestorbenes Plankton färbt das Wasser braun.
Auf den Fernsehschirmen auf den Fährschiffen können Sie während der Überfahrt einige dieser Daten in Echtzeit verfolgen. Möchten Sie mehr zu diesen Messungen erfahren und wissen, warum diese Messdaten wichtig sind? Lesen Sie dann mehr auf der Webseite von NIOZ: